


Nach Monaten voller Workshops, Gespräche und Ankündigungen bleibt von der Bürgerbeteiligung rund ums Freizeitzentrum Schönberg am Kamp vor allem eines: ENTTÄUSCHUNG.
Die offiziellen Ergebnisse?
Ostereiersuche und Schnitzeljagd.
Wer auf Mitsprache, Visionen oder den Erhalt des Bades gehofft hatte, wurde kalt erwischt.
Scheinbeteiligung statt Mitbestimmung
Statt echter Beteiligung gab es eine Inszenierung. Die Entscheidung, das Freizeitzentrum abzureissen, war offenbar längst gefallen.
- Das Ergebnis: Frust statt Fortschritt.
- Bei der Abschlusspräsentation am 14. Oktober verließen viele Bürger:innen unter Protest den Saal – wütend und ernüchtert.
Ergebnisse ohne Substanz
Die Präsentation zeigte: Die ÖVP hatte den Prozess unter Kontrolle.
- Keine Auswertungen
- Keine Prioritäten
- Keine Rückmeldungen aus den Workshops
- Keine Erwähnung der 80 Einzelgespräche
Und auf Nachfrage: keine Unterlagen. Obwohl sie laut DenkMalNeo längst übergeben wurden.
Kritische Stimmen? Ignoriert.
Fragen aus dem Publikum? Nicht zugelassen.
Diskussion unerwünscht.
Was bleibt vom Prozess?
Picknick. Ostereiersuche. Schnitzeljagd.
Nach Monaten der Beteiligung wirkt das wie Spott – gegenüber allen, die sich ernsthaft eingebracht haben.
- Keine Vision
- Keine Transparenz
- Keine ernst gemeinte Beteiligung
- Ein Freizeitzentrum, das bewusst dem Verfall überlassen wird
- Das Vertrauen der Bürger:innen – verspielt.
Initiativen wie der Verein Flamingos, die sich seit Jahren für den Erhalt einsetzen? Kein Wort.
Alles, was Geld oder Mut gebraucht hätte, wurde gestrichen.
Die „Interessensgruppe“ – eine kontrollierte Kulisse
Ein leiser Hoffnungsschimmer war die angekündigte „Interessensgruppe“ – 15 Bürger:innen, ein Querschnitt der Gemeinde. Doch die Liste mit den Anmeldungen? Angeblich „verloren“.
Stattdessen präsentierte Bürgermeister Naber am 23. Oktober eine eigene Liste:
- 1 Bürgermeister
- 1 Vizebürgermeister
- 1 Amtsleiter
- 8 Gemeinderät:innen (mehrheitlich ÖVP)
- 4 ÖVP-nahe Personen
- 3 unabhängige Bürger:innen
- nur 3 Frauen unter 16 Personen
So versteht die ÖVP Bürgerbeteiligung: kontrolliert, parteinah, demokratisch nur im Schein.
Die neue „Interessensgruppe“ bisher ein politisches Feigenblatt. Wir sind schon sehr gespannt, welche Liste schlussendlich vom Bürgermeister präsentiert wird.
Demokratie auf dem Rückzug
Was als Beteiligungsprozess angekündigt war, wurde zur Machtdemonstration.
Bürger:innen wurden benutzt, nicht gehört.
Kritik? Abgeblockt.
Fragen? Unerwünscht.
Herr Bürgermeister: Das ist keine Bürgerbeteiligung. Das ist Respektlosigkeit gegenüber der Gemeinde.
„Kein Geld“ – ein vorgeschobenes Argument
Wenn Kritik laut wird, heißt es schnell: „Wir haben kein Geld.“
Doch die Zahlen sagen etwas anderes:
- Zuweisungen und Subventionen 2020–2025: € 455.000,-
- Investitionen ins Freizeitzentrum 2020–2025: € 127.000,-
- Rund € 330.000,- wurden nicht für das Freizeitzentrum verwendet.
Auch die Bürgerbeteiligung war nicht billig:
- € 45.000,- eingeplant
- € 23.000,- an DenkMalNeo
- Nach Abzug der Förderung: ca. € 9.000,- Eigenkosten
Das Problem ist nicht das Geld – es ist der politische Wille.
Schönberg verdient mehr
Das war keine Bürgerbeteiligung.
Das war eine Farce.
Und eine Gemeinde wie Schönberg am Kamp hat Besseres verdient.
