Die folgenden Abschnitte fassen die Inhalte zusammen, analysieren die Stärken und Schwächen aus Sicht der Grünen Schönberg und zeigen auf, welche Potenziale noch nicht ausreichend genutzt wurden.
In der vorliegenden Fassung enthält
1. Klimaanpassung und Hochwasserschutz
Das ÖEK greift die Hochwasserereignisse der letzten Jahre auf und schließt neue Baulandwidmungen in Überflutungsbereichen kategorisch aus. Bestehende Widmungen in Gefahrenzonen sollen reduziert oder rückwidmet werden. Entsiegelung, Begrünung und Erhalt von Rückhalteräumen sind Teil des Konzepts.
2. Schutz des Kamp und der Gewässerräume
Erstmals wird der Kamp als naturräumlich wie touristisch wertvoller Bereich besonders hervorgehoben. Uferzonen sind als geschützte Bereiche ausgewiesen. Erholungsnutzung soll möglich bleiben, aber flussverträglich erfolgen.
3. Energiewende und regionale Stromerzeugung
Dezentrale Energieversorgung, insbesondere durch Photovoltaik, wird ausdrücklich erwähnt.
4. Innenentwicklung statt Zersiedelung
Die Strategie der „Baulandmobilisierung im Ortskern“ wird verfolgt: Neue Bauflächen sollen vorwiegend innerhalb der bestehenden Siedlungsgrenzen aktiviert werden. Bestehende Reserven werden priorisiert.
5. Erhalt des Ortsbildes und der Kulturlandschaft
Ortsbildprägende Gebäude und charakteristische Strukturen (Weinbergterrassen, Trockenrasen, Gehöfte) sollen erhalten bleiben. Die Baukultur in den Katastralgemeinden wird als identitätsstiftend erkannt.
Schwächen und offene Punkte
1. Fehlende Konkretisierung von Zielen
Viele Aussagen bleiben unverbindlich oder allgemein. So fehlen messbare Ziele, Zeithorizonte oder Indikatoren zur Überprüfung der Umsetzung (z. B. Klimaneutralität bis Jahr X…).
2. Leistbares Wohnen und Baulandmobilisierung
Es fehlt ein klarer Plan, wie bestehende Baulandreserven aktiviert werden sollen. Instrumente wie Widmung auf Zeit, Vertragsraumordnung oder Leerstandserhebung sind nicht enthalten. Auch Strategien für leistbares Wohnen fehlen gänzlich.
3. Verkehrswende nur angedeutet
Zwar wird die Bedeutung der Kamptalbahn anerkannt, doch darüber hinaus fehlen ambitionierte Ziele für klimafreundliche Mobilität. Es gibt keine konkreten Vorschläge zu Mikro-ÖV, Schulwegen, Verkehrsberuhigung oder Radschnellverbindungen.
4. Potenzial Naturpark nicht ausgeschöpft
Der Naturpark Kamptal wird kaum strategisch in Wert gesetzt. Als Naturschutz-, Bildungs- und Tourismusressource bleibt er unterrepräsentiert. Auch die starke Biodiversität der Region wird nicht explizit thematisiert.
5. Beteiligung, Jugend und soziale Aspekte
Die Themen Jugendpartizipation, soziale Treffpunkte, generationenübergreifendes Wohnen finden kaum Eingang. Ebenso fehlt ein partizipatives Leitbild oder eine Vision zur Identität der Gemeinde.
